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Vom Unbewusstem zum Bewussten (Atem)

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Der Atem ist ein Hybrid: Meistens atmen wir unbewusst. Wir können ihn aber auch bewusst steuern. 

Nach drei Tagen intensiver Atemarbeit mit dem Atemlehrer Max Strom fühle ich mich heute befreit. Nicht nur von meiner Erkältung, sondern auch von „Ballast“. Vieles wurde «aufgewühlt» und vorerst stand ich auf filigranem, doch höchst spannendem Terrain:

«Unverdaute, Emotionen, Unbewusstes, Festgefahrenes, Nicht-Reflektiertes, getriebenes, automatisch ablaufendes» wurde wie verklebt stehen gebliebenes Kaffeepulver am vergangenen Wochenende mit einfachen Atemübungen aufgewirbelt und durfte sich dann wieder locker-flockig und neu ausgerichtet setzen. Zuerst war dies schmerzhaft, da ungewohnt: da lösten sich Dinge voneinander, die zuvor «bequem zusammenlebten», wie verschiedene Puzzles, bei welchem Teile ineinander gleiten, ohne ein klares Bild zu kreieren. 

«Die Yogapraxis hat ein schier endlos wirkendes Buffet an Techniken, die uns verstehen lassen wollen: Wer bin ich und wie kann ich mein Potential leben?» So schreibt eine unserer Absolventinnen der 200h Yogalehrer Ausbildung in der schriftlichen Prüfung. Es gilt, die Puzzleteile neugierig von Neuem regelmässig anzuschauen und sorgfältig auszuwählen, was mir davon nützlich und was mir davon unnütz ist.

Was für Gewohnheiten kennst Du in Deinem Alltag? Hast Du zwanghafte Reaktionsmuster? Was «schleppst» Du mühsam oder auch einfach aus Gewohnheit weiter mit in den neuen Tag? Und was hindert Dich daran, das beste Leben zu leben, welches Dir möglich ist? Ein Teil der täglichen 60’000 Entscheidungen, welche wir meistens unbewusst fällen, wollen regelmässig bewusst getroffen werden. 

Wieso der Atem nicht nur Herzfrequenz und Blutdruck senken kann, chronische Schmerzen lindert und die Verdauung anregt, sondern auch mit unseren verdrängten und aktuellen Emotionen wie z.B. Angst, Wut, Trauer, Schmerz, Neid und Antriebslosigkeit korreliert, rückt mittlerweile vermehrt in den Fokus gesundheitsbewusster Menschen. 

Kleiner Tipp: Lerne nicht im Sturm schwimmen. Sei es, wenn es um Deine Angst vor einer Gruppe zu sprechen geht, oder wenn es um langjährige Verhaltensmuster (bis Suchtverhalten) oder um Deine monatlichen Hormonschwankungen handelt. Drei wundervolle Workshops dazu warten im November auf Dich. Atmen darf geübt werden. «Beispielsweise nach der 365er-Methode, die derzeit von Therapeuten oft empfohlen wird», rät Psychiater Christoph André vom Sainte-Anne-Hospital in Paris. «Dabei unterbricht man täglich dreimal den Alltagsablauf, um sechs Atemzüge pro Minute – auf eine Gesamtdauer von fünf Minuten – tief (jeweils fünf Sekunden) ein- und auszuatmen.»

Und nun: heb’ die beiden Mundwinkel jetzt mal kurz an! Und? Hat sich Deine Stimmung angehoben? Manchmal hilft nämlich auch: Fake it, till you make it 😉

Von Spirit zu Spirit,
Kinga


Quelle
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