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Viele Beratungen zum neuen Erbrecht bei den Notariaten

Das im Jahr 2023 in Kraft gesetzte revidierte Erbrecht veranlasste viele Personen, eine Verfügung auf ihr Ableben hin zu errichten oder ihre bestehende erbrechtliche Regelung zu überprüfen. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen dafür die professionelle Beratung der Notariate wahr. Dagegen flachte bei den Grundbuchämtern die Geschäftslast nach drei Boom-Jahren etwas ab.

Im Geschäftsjahr 2023 nahm bei den Notariaten wegen der Einführung des revidierten Erbrechts die Nachfrage nach erbrechtlichen Beratungen markant zu. Einerseits stieg die Anzahl der Beurkundungen in diesem Bereich wesentlich an, andererseits wurden rund 700 Testamente und Erbverträge mehr deponiert als in den Vorjahren. Inzwischen werden bei den Notariaten rund 24’000 letztwillige Verfügungen sicher aufbewahrt. Die Notarinnen und Notare verfügen im Ehe- und Erbrecht über viel Erfahrung und können damit professionelle Beratungen und massgeschneiderte Lösungen anbieten.

Die Erbfälle, die durch die Notariate abzuwickeln sind, liegen mit rund 2’300 neuen Dossiers leicht unter der hohen Anzahl während der Corona-Pandemie. Die Notariate nahmen 1’600 Nachlassinventare auf, eröffneten über 800 letztwillige Verfügungen und stellten 1’700 Erbenbescheinigungen aus. Der Trend, wonach die Arbeiten zunehmend anspruchsvoller und komplexer werden, setzt sich fort. Die Notariate müssen weiterhin erkennen, dass zu viele Erblasserinnen und Erblasser über keine oder ungenügende erbrechtliche Regelungen verfügen und damit den Erbinnen und Erben oft keinen Gefallen machen. Es lohnt sich daher, die Verfügungen durch die gut ausgebildeten und erfahrenen Notarinnen und Notare überprüfen zu lassen.


Bei den Grundbuchämtern waren die Jahre 2020 bis 2022 geprägt von einem Immobilien-Boom mit sehr vielen Geschäften. Im vergangenen Jahr ging die Geschäftslast wieder auf das Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie zurück. Dies ist einerseits auf die allgemeine wirtschaftliche Lage und andererseits auf das höhere Zinsniveau zurückzuführen. Gleichwohl nahmen die Grundbuchämter 9’600 Beurkundungen und 19’300 Tagebucheinträge vor. Rund 5’200 Grundstücke wechselten im Jahr 2023 die Hand. 

Die Grundbuch- und Notariatsverwaltung geht davon aus, dass sich die Geschäftslast auf dem Niveau des Jahres 2023 einpendeln wird. Dadurch wird es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich sein, die Kundinnen und Kunden weiterhin gut, effizient und in hoher Qualität bedienen zu können. 

Statistiken der wichtigsten Geschäftsfälle mit Grafiken
Statistikdaten auf Open Government Data (OGD)

tg.ch
Bild von Greg Montani auf Pixabay

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