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«Stoppen für Schulkinder» – Lernende schützen

Schulweg Fussgangerstreifen_de

Ein neues Schuljahr beginnt. Im Strassenverkehr sind Kinder Lernende und besonders auf den Schutz der Erwachsenen angewiesen. «Stoppen für Schulkinder», lautet das Motto der nationalen Sicherheitskampagne, die der VCS und Fussverkehr Schweiz gemeinsam mit Partnerorganisationen führen. Die Hauptverantwortung für die Sicherheit der Kinder liegt bei den Fahrzeuglenkenden.

Kinder sind auf eine sichere Lernumgebung angewiesen. Wenn Kinder zur Schule und in den Kindergarten gehen, lernen sie viel Neues. Sie sind noch nicht vertraut mit den Gefahren, können Geschwindigkeiten und Distanzen noch nicht richtig einschätzen und haben keine Vorstellung, wie lang der Anhalteweg eines Autos ist.

Deshalb appelliert die Kampagne an alle Fahrzeuglenkenden, ob im Auto oder auf dem Velo: «Verlangsamen Sie nicht nur, sondern stoppen Sie Ihr Fahrzeug immer, wenn ein Kind die Strasse überqueren möchte. Denn Kinder lernen von der Polizei, die Strasse erst zu überqueren, wenn die Räder stillstehen.»

Wie lebenswichtig Anhalten ist, zeigen Statistiken: In der Schweiz verunfallen jährlich an die 180 Kinder schwer, einige tödlich. Die meisten Unfälle ereignen sich beim Queren. Verursachen Fahrzeuglenkende die Kollision, missachten sie in 55 % der Fälle den Vortritt des zu Fuss gehenden Kindes.


Mit diesen einfachen Regeln machen wir Schulkinder sicher im Verkehr:

«Stoppen für Schulkinder» – Sicherheitstipps für Fahrzeuglenkende

  • Fahren Sie vorausschauend und langsam, wenn mit Kindern im Strassenraum gerechnet werden muss.
  • Halten Sie vollständig an, wenn ein Kind mit Vortritt die Strasse überqueren will.
  • Verzichten Sie auf Handzeichen, damit sich das Kind auf den übrigen Verkehr konzentrieren kann.
  • Geben Sie dem Kind die Zeit, die es braucht, und bleiben Sie so lange stehen, bis das Kind die Strasse überquert hat.

Handzeichen: gut gemeint, aber gefährlich

Neu hat die Schulwegkampagne das Handzeichen untersucht. Eine repräsentative Befragung bei 1500 regelmässigen Autofahrerinnen und Autofahrern ergab, dass mehr als 50% von ihnen fast immer ein Handzeichen am Fussgängerstreifen gibt. Eine Information, die viele erstaunt: Handzeichen helfen den Kindern nicht und können diese im ungünstigen Fall in Gefahr bringen.

Weshalb das freundliche Handzeichen keine gute Sache ist: Wenn das Kind dem Handzeichen vertraut, achtet es nicht mehr auf den übrigen Verkehr. Diese Situation hat die L-Schulwegkampagne in einem kurzen Video veranschaulicht. Es deutet an, was passieren kann und weshalb es wichtig ist, zu stoppen und auf ein Handzeichen zu verzichten.

«Stoppen für Schulkinder»: gemeinsam für Sicherheit in elf Sprachen

Bei der Aktion «Stoppen für Schulkinder» bündeln fünf Organisationen ihre Kräfte, die für die Verkehrssicherheit von Schulkindern engagiert sind: Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz, Fussverkehr Schweiz, Ihre Polizei, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH sowie der Fonds für Verkehrssicherheit FVS. Die Aktion will dazu beitragen, dass Kinder ihren Schulweg selbständig und sicher zurücklegen können.

Getragen wird die Kampagne von zahlreichen Schulen, Eltern- und Quartiervereinen, die die Banner «Stoppen für Schulkinder» aufspannen. Mit Information an rund 500 Tankstellen unterstützt die Livesystems AG die digitale Verbreitung der Botschaft bei Autofahrenden.

Damit eine möglichst breite Bevölkerung die Botschaft «Stoppen für Schulkinder» beachtet, haben die Kampagnenträger VCS und Fussverkehr Schweiz die Information in mehreren Sprachen aufgearbeitet: Neben Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch gibt es Unterlagen für Eltern und Kinder auf Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Albanisch, Kroatisch, Türkisch und Ukrainisch.

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