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Schlossrat: Wo Gäste diskutieren und mitbestimmen

Unter der Leitung von Geschäftsführer Andreas Spitz diskutiert der Schlossrat des Tertianum Schloss Berg monatlich die unterschiedlichsten Themen.

Während der Pandemie musste der Schlossrat im Schloss Berg auf null zurückgefahren werden. Doch mit den zunehmenden Lockerungen, blüht nun auch der monatliche Debattierklub wieder auf.

CHRISTOF LAMPART

Er heisst Schlossrat, ist kein Parlament, wohl aber eine Art monatlicher Debattierklub, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner des Tertianum Schloss Berg ihre Wünsche und Sorgen kundtun können. Damit das Ganze aber nicht irgendwo, irgendwann als Gespräch versandet, ist auch der Geschäftsführer des Tertianum Schloss Berg, Andreas Spitz, als Moderator mit von der Partie. Er hört zu und bringt sich aktiv ein. In Gespräche, die von der Aktivierungsfachfrau Sonja Schär protokolliert werden – schliesslich ist der Schlossrat keine Alibiübung, sondern ein wertvolles Kommunikations-Gefäss, dass es den Gästen des Alters- und Pflegeheimes erlaubt, nicht nur am Leben im Schloss Berg teilzuhaben, sondern „das Leben hier selbst auch mitzugestalten“, wie eine ältere Dame erklärt.

Sollen Haustiere erlaubt sein?

Der Schlossrat tritt immer am letzten Montagnachmittag eines Monats im zweiten Obergeschoss in einem grossen Raum zusammen. Die (Roll-)Stühle sind so um einen Tisch gruppiert, dass Blickkontakt und die Voraussetzungen für eine temperamentvolle Diskussion gegeben sind. Nicht immer ist man sich in allem einig, doch bleibt der Ton stets sachlich, auch wenn es zuweilen hart auf hart geht. So bewegt die Frage, ob man die Haltung von Haustieren in den Zimmern gestatten solle, die Gemüter. Die Mehrheit bejaht, einige stören sich daran. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen; da hatte man die Tiere im Stall und nicht auf dem Zimmer“, erklärt eine Frau. Andere meinen, auf einen aktuellen Fall angesprochen, dass man der Frau das Tier lassen sollte, solange sie selbstständig und gut dem Tier schauen könne.

Applaus im Voraus für den Küchenchef

Andreas Spitz informiert über die aktuellen Corona-Regeln im Tertianum Schloss Berg: „Alle Türen ums Haus herum sind wieder offen“, derweil Sonja Schär die nächsten Veranstaltungen erläutert; ein Vortrag über eine Rheinschifffahrt, ein Klavierkonzert. Viel zu reden, geben die neuen Angestellten. Die Tatsache, dass das Schloss Berg nach drei Jahren ab Mitte März wieder einen Küchenchef erhält, quittieren die Gäste mit einem freudigen Applaus.
Es herrscht Aufbruchstimmung. Der Muttertag am 8. Mai soll begangen, am 28. Mai ein Frühlingsfest mit Angehörigen gefeiert werden. Im Juni ist ein Gästeausflug geplant, im Herbst eine Themenwoche „Jagd, Wald und Förster“. Aber auch für Spontanes sind die Seniorinnen und Senioren zu haben. „Ein Besuch des Maitanz auf den Stelzenhof wäre schön“, wünscht sich eine Dame, während Andreas Spitz einen Vorschlag vor Ort hat: „Wir haben eine Grillstelle in der Nähe; da könnten wir doch bei schönem Wetter mal grillieren“.

zVg

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