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Regierungsrat begrüsst die Gleichstellungsstrategie 2030

Regierungsrat begrüsst die Gleichstellungsstrategie 2030

Mit der Gleichstellungsstrategie 2030 will der Bundesrat, die in der Bundesverfassung verankerte rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann erreichen. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau begrüsst diese Strategie, wie er in seiner Vernehmlassungsantwort schreibt. Zudem weist er darauf hin, dass im kantonalen Verantwortungsbereich bereits zahlreiche Massnahmen ergriffen worden sind.

Der Bundesrat hat in seiner Legislaturplanung 2019-2023 eine «Nationale Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern» beschlossen. Die «Gleichstellungsstrategie 2030» legt den Schwerpunkt auf die Förderung der beruflichen Gleichstellung, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Bekämpfung von Diskriminierung, Sexismus und Gewalt. Ziel ist es, die in der Bundesverfassung verankerte rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann zu erreichen.

Der Regierungsrat begrüsst die Gleichstellungsstrategie des Bundes, wie er in seiner Vernehmlassungsantwort ans Eidgenössische Departement des Innern schreibt. Zudem weist der Regierungsrat auf zahlreiche Massnahmen im kantonalen Verantwortungsbereich hin, mit denen die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau realisiert wird. Zum Beispiel kennt der Kanton Thurgau seit 2011 ein Vollsplitting im Bereich der Einkommens- und Vermögenssteuern. Diese Methode stellt aus Sicht des Regierungsrats nicht nur eine objektive Gleichbehandlung von Ehe- und Konkubinatspaaren sicher, sondern auch die steuerrechtliche geschlechterneutrale Behandlung aller Personen.

Ausserdem steht es in den Ämtern und Betrieben frisch gewordenen Eltern nach Möglichkeit offen, auf Wunsch und soweit die Betriebsbereitschaft sichergestellt ist, über den Mutter- oder Vaterschaftsurlaub hinaus unbezahlten Urlaub zu beziehen, und die anschliessende Rückkehr zur Arbeit soll auch in einem reduzierten Umfang ermöglicht werden.

Im 2019 erstellten Lohnbericht wurde eine Lohnungleichheit zuungunsten der Frauen von 3,2 % festgestellt. Zwar liegt die Lohngleichheit unter der vom Bund vorgegebenen statistischen Relevanzgrösse von 5 %, ist aber immer noch vorhanden. Der Regierungsrat hat Massnahmen eingeleitet, um die Lohnungleichheit vollständig zu beseitigen. Die jüngste Lohngleichheitsanalyse aus dem Jahr 2020, die gleichzeitig die Vorgaben des Gleichstellungsgesetzes erfüllt, förderte noch eine Lohnungleichheit zuungunsten der Frauen von 1,2 % zutage. Durch weitere Massnahmen ist diese Restungleichheit zu beseitigen. Eingeführt wird etwa ein Controlling zur Lohngleichheit. Weiter hat der Regierungsrat in seinen Richtlinien für die Regierungstätigkeit für die Legislaturperiode 2020-2024 als explizite Massnahme vorgesehen, die Frauenquote in Führungsfunktionen zu erhöhen und die Chancengleichheit sicherzustellen. 2020 waren 43 % der eingestellten Mitarbeitenden Frauen, was über dem Durchschnitt des Bundes, anderer Kantone und vieler Unternehmen liegt. Der Frauenanteil in Kaderfunktionen beträgt 29 %.

Langfristig ist die Bildung im Bereich Diskriminierung ein wichtiger Faktor. Zur Unterstützung dieses Aspekts wurde der Leitfaden «Merkmale für Unterrichts- und Schulqualität» konzipiert und eingeführt. Die Schulbehörden, Schulleitungen und Lehrpersonen werden angehalten, den Grundsatz der Chancengerechtigkeit, insbesondere durch das Vermeiden von Diskriminierungen bezüglich Geschlecht, sozioökonomischem Status, Behinderung, sexueller Orientierung und Kultur (Ethnie und Religion) zu beachten.


Quelle: tg.ch
Foto: pixabay

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