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Klares Bekenntnis zum Themenhaus «Museum Werk 2»

Sie präsentierten Vorhaben und das weitere Vorgehen im «Museum Werk 2» (von links): Philipp Kuhn, Leiter des Kulturamtes, Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departementes für Erziehung und Kultur, Regierungsrat Dominik Diezi, Chef des Departementes für Bau und Umwelt, Kantonsbaumeister Roland Ledergerber, und Arbons Stadtpräsident René Walther.

Sie präsentierten Vorhaben und das weitere Vorgehen im «Museum Werk 2» (von links): Philipp Kuhn, Leiter des Kulturamtes, Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departementes für Erziehung und Kultur, Regierungsrat Dominik Diezi, Chef des Departementes für Bau und Umwelt, Kantonsbaumeister Roland Ledergerber, und Arbons Stadtpräsident René Walther.

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat im Zuge seiner Finanzstrategie die Investitionsplanung revidiert. Davon betroffen ist auch das Schlüsselprojekt eines neuen kulturellen Erlebniszentrums des Kantons in Arbon. Das in der alten Webmaschinenhalle geplante Themenhaus «Museum Werk 2» wird um fünf Jahre verschoben. Der Regierungsrat hält aber grundsätzlich am Projekt fest. Vorerst werden Zwischennutzungen in einem Teil der Webmaschinenhalle ab Winter 2024 den Kulturstandort bekannt machen. Den Anfang macht die Kunstausstellung «Heimspiel 2024», die ab Dezember 2024 in Arbon gastiert.

In den Bereichen Bildung, Sicherheit und Kultur stehen im Kanton Thurgau in den nächsten Jahren gleich mehrere Grossprojekte an. Basierend auf seiner Finanzstrategie hat der Regierungsrat entschieden, ein Schlüsselprojekt in der kantonalen Entwicklungsstrategie 2040, das geplante Themenhaus «Museum Werk 2» mit Bezug zur Thurgauer Geschichte, zu verschieben. Die aktuelle Planung geht nun von einer Realisierung zwischen 2034 und 2037 aus. «Aufgeschoben ist nicht aufgehoben», betont Regierungsrat Dominik Diezi und ergänzt: «Der Regierungsrat hält grundsätzlich am Projekt fest und will sein Versprechen einhalten, in Arbon ein Grossprojekt zu realisieren, nachdem kein solches in den Projektkorb zur Verwendung der Erträge aus der Teilprivatisierung der TKB aufgenommen worden ist.» Der Regierungsrat und der Grosse Rat erachten die Realisierung eines solchen Projektes als Staatsaufgabe.

Auch Regierungsrätin Monika Knill bekräftigt das Vorhaben, in Arbon einen bedeutenden Kultur- und Erlebnisort mit Bezug zur neueren Geschichte des Kantons zu schaffen: «Die Idee ist weiterhin, hier etwas ganz Besonderes, eine Attraktion zu realisieren, die über den Kanton und den Bodenseeraum hinaus ausstrahlt.» Machbarkeit und Potenzial hätten die bis anhin erstellten Berichte dokumentiert. Das interdisziplinäre Projekt soll die grosse Bühne für alle kantonalen Museen werden und somit einen wesentlichen Teil in der Umsetzung der kantonalen Museumsstrategie darstellen.

Museumstyp Themenhaus

Die Idee, was an diesem Standort geschehen soll, wurde 2023 unter Einbezug international und national renommierter Fachpersonen konkretisiert und im jüngsten Bericht «Themenhaus Museum Werk 2» beschrieben. Der Bericht äussert sich zu inhaltlichen, konzeptionellen und räumlichen Themen. Die Museumslandschaft ist im Umbruch. Im 21. Jahrhundert wird der klassische Museumstyp aufgebrochen. «Ein Themenhaus wird aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen aufgreifen. Themen, die bewegen, sollen im Fokus stehen. Ausstellungen sind im Sinne von Gesamterlebnissen und auf verschiedene Vermittlungsarten inszeniert – auch mit Bezug zur Thurgauer Geschichte, aber nicht nur», fasst Philipp Kuhn, Leiter des Kulturamtes, die konzeptionellen Überlegungen zusammen. Sie können dem nun verschobenen Architekturwettbewerb als wesentliche Anhaltspunkte in der Zukunft dienen.

Zwischennutzungen am Kulturstandort

Der Regierungsrat hat weiter entschieden, den neuen Kulturstandort die nächsten Jahre bereits zu nutzen. Die Webmaschinenhalle ist seit 2021 im Besitz des Kantons. Sie wird nun für Zwischennutzungen ertüchtigt. Den hierfür nötigen Kredit von 0.9 Millionen Franken hat der Grosse Rat mit dem Budget 2024 genehmigt. Teile der Webmaschinenhalle werden so vorbereitet, dass sie für saisonale Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen genutzt werden können. Die baulichen Massnahmen betreffen insbesondere auch die Sicherheit und Zugänglichkeit. Im 1. OG sollen so rund 400m2 nutzbar sein. Weiter sind im 1. OG eine Servicefläche (Toiletten, flexible Garderoben, Catering) und eine reduzierte Infrastruktur für Empfang und Administration vorgesehen. «Mit den Investitionen erfüllen wir auch alle Vorschriften für den Publikumsverkehr und erreichen mit einfachsten Mitteln eine möglichst flexible Nutzung der Fläche», fasst Kantonsbaumeister Roland Ledergerber die minimalen baulichen Massnahmen zusammen. Sie sollen im Herbst abgeschlossen sein. Gleichzeitig lanciert das Hochbauamt noch diesen Sommer einen Ideenwettbewerb zur Aufwertung des Saurerplatzes. «Der Platz westlich auf der Stirnseite der Webmaschinenhalle liegt heute brach. Das möchten wir an dieser zentralen Lage ändern und das ganze Areal mit aufwerten», kündigt Roland Ledergerber an.

Während der mehrjährigen Phase der Zwischennutzungen stehen ganz im Sinne der Museumsstrategie interdisziplinäre Projekte der kantonalen Museen im Fokus. «Wir sind offen für weitere Partner und Organisationen, die den Kulturstandort nutzen wollen», sagt Philipp Kuhn. Die interkantonale Kunstausstellung «Heimspiel 2024» macht am 14. Dezember den Anfang und dauert bis im Februar 2025.

Für die Stadt Arbon bleiben die Pläne des Kantons, in der Webmaschinenhalle einen Kultur- und Erlebnisort als Aushängeschild zu schaffen, von grosser Bedeutung. «Die Wertschöpfung für die Wirtschaft aber auch die Wissenschaft mit dem interdisziplinären Themenhaus wird für unsere Stadt und die ganze Region sehr gross sein. Die Zwischennutzungen werden den neuen Kulturstandort langsam, aber stetig bekannter machen», sagt Stadtpräsident René Walther.

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