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Internetseite über Krankenhäuser stark ausgebaut

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Die Dienststelle für Statistik publiziert auf ihrer Internetseite „Krankenhäuser und Spezialkliniken“ erstmals vertiefte Daten aus den beiden obligatorischen Erhebungen der „Krankenhausstatistik“ und der „Medizinischen Statistik der Krankenhäuser“. Interaktive Grafiken veranschaulichen wesentliche Entwicklungen in der Thurgauer Spitallandschaft.

Die Thurgauer Dienststelle für Statistik hat die Internetseite „Krankenhäuser und Spezialkliniken“ ausgebaut. In interaktiven Grafiken lässt sich viel Wissenswertes rund um die Thurgauer Spitäler und die von ihnen behandelten Patientinnen und Patienten entdecken. Auch eine Tabelle mit Patientenmerkmalen von Behandlungen in Akutkliniken aus den Jahren 2012-2020 steht neu zur Verfügung. Die Daten stammen aus den beiden obligatorischen Erhebungen der „Krankenhausstatistik“ und der „Medizinischen Statistik der Krankenhäuser“. 

Anzahl Hospitalisierungen in den letzten Jahren stabil

Seit 2016 stagniert die Zahl der Hospitalisierungen im Kanton Thurgau bei etwa 44’000 – in den Jahren zuvor hatte sie jährlich um etwa 1’000 zugenommen. Im ersten Coronajahr 2020 sank die Anzahl Spitaleintritte in Thurgauer Krankenhäusern. Mit einem Minus von 2 % war der Rückgang jedoch weniger ausgeprägt als in der Gesamtschweiz (-5,5 %). Die geringere Zahl von Spitaleintritten war ausschliesslich auf die Akutspitäler zurückzuführen (-3 %); die Psychiatrien und Rehakliniken im Kanton Thurgau verzeichneten demgegenüber ein Plus von je 1,5 %. 

Ausbau der verfügbaren Betten in der Rehabilitation

Für die Patientinnen und Patienten standen im Jahr 2020 pro Tag rund 1’600 Betten bereit, davon 560 Betten in der Akutpflege und jeweils etwa 520 Betten in der Psychiatrie und der Rehabilitation. Die Anzahl der verfügbaren Betten nahm in den letzten zehn Jahren vor allem in der Rehabilitation stark zu (+40 %), während sie im Bereich der Psychiatrie nur leicht (+9 %) und der Akutsomatik gar nicht anstieg. 

Weniger Pflegetage in den Thurgauer Akutspitälern

Die Anzahl der pro Jahr erbrachten Pflegetage stagniert in den Thurgauer Kliniken ebenfalls seit 2016, und zwar bei rund 490’000 Tagen pro Jahr. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl erbrachter Pflegetage in den Rehakliniken seit 2017 stabil geblieben, nachdem sie vorher stark gestiegen war. Bei den Psychiatrien steigen die erbrachten Pflegetage seit mehreren Jahren. In den Thurgauer Akutspitälern stagniert die Anzahl Pflegetage seit Jahren und ist im ersten Coronajahr um 5 % gesunken.

Stationäre Behandlung von rund 700 COVID-19-Fällen

Die Thurgauer Akutkliniken behandelten im Jahr 2020 737 stationäre COVID-19-Fälle (2,4 % aller Fälle), wovon über 80 % erst während der zweiten Welle ab Oktober 2020 hospitalisiert wurden. Fast 60 % der Patientinnen und Patienten mit COVID-19 konnten nach dem Spitalaufenthalt nach Hause entlassen werden, 12 % wurden in eine Rehaklinik verlegt und 15 % verstarben im Spital.

Höherer Bedarf an Pflegepersonal

In den 12 Thurgauer Krankenhäusern (inkl. Spezialkliniken) arbeiteten Ende 2020 rund 6’200 Personen. Die Beschäftigten in Thurgauer Spitälern leisteten 2020 über 10 Millionen Arbeitsstunden (+ 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr), umgerechnet in Vollzeitäquivalente sind dies rund 4’600 Vollzeitstellen (+2,4 %). Ein Grossteil der Vollzeitstellen wird im Bereich der Pflege eingesetzt (46 %). Das medizinisch-technische zusammen mit dem medizinisch-therapeutischen Personal macht 15 % des Beschäftigungsvolumens aus, Ärztinnen und Ärzte haben einen Anteil von 14 %. Während der Coronapandemie 2020 haben sich diese Anteile nur minim verschoben. Der Anteil des Pflegepersonals ist mit 1,5 Prozentpunkten am stärksten gestiegen, jener des medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Personals am stärksten gesunken (-1,6 Prozentpunkte).

Internetseite „Krankenhäuser und Spezialkliniken“ mit Details und weiteren Analysen 

Quelle: tg.ch
Foto: pixabay

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