logo wyfelder web

Good by Mister TCS Thurgau…

carvelo2go weinfelden mediazeit wyfelder lokal informiert 0

Von links: Mister TCS Thurgau Marco Vidale, Mirjam Stawicki von carvelo, der Weinfelder Stadtrat Hans Eschenmoser und David Keller der mediaZeit GmbH anlässlich der Lancierung des Carvelo für Weinfelden.

An der kommenden Delegiertenversammlung vom 19. April in Kreuzlingen wird TCS-Sektionspräsident Marco Vidale sein Amt seinem Nachfolger übergeben. Grund genug, sein langjähriges und grosses Engagement für die Thurgauer Sektion zu würdigen.

Aufgewachsen ist der am 9. Mai 1953 in St. Gallen geborene scheidende Sektionspräsident als Einzelkind. «Mein Vater, ein gebürtiger Italiener aus dem Friaul und in Charmey FR geboren, arbeitete als Strumpfwirker in der St. Galler Strumpffabrik Saupe und Gretler, wo Damen-Nylonstrümpfe hergestellt wurden», erinnert er sich. Von ihm hat er auch erfahren, dass sein Grossvater als Tunnelbauer aufgrund der damaligen ungesunden klimatischen Bedingungen in den Tunnelbaustellen früh starb.

Berufliche erste Kontakte mit dem Verkehr

Entgegen dem Wunsch seiner Eltern, die für ihn eine Banklehre in Betracht zogen, absolvierte Marco Vidale nach dem Besuch der Primar- und Sekundarschule eine Lehre als Tiefbauzeichner bei der Stadt St. Gallen, wo er danach während vier Jahren fünf Mal wöchentlich das Abendtechnikum, heute Fachschule OST, in St.Gallen besuchte und dieses erfolgreich als diplomierter Bauingenieur FH abschloss. Während der letzten drei Jahre des Studiums wohnte er zusammen mit seiner Frau Elisabeth in Müllheim und beim Kantonalen Tiefbauamt fand er eine Anstellung als Projekt- und Bauleiter, sowie als Verantwortlicher bei der Ausbildung der Tiefbauzeichner-Lehrlinge. In diese Zeit zurück geht auch sein erster Kontakt mit dem Thema Verkehr: «Damals bestanden im Thurgau bereits gegen 800 Kilometer Strassen und in diesem Zusammenhang wurde ich konfrontiert mit der Projektierung und Sanierung von Trottoirs, Radwegen und Strassen in den verschiedensten Orten im ganzen Kanton», sagt Vidale. Mitte der achtziger Jahre wurde einerseits beim Tiefbauamt die Lehrlingsausbildung eingestellt und andererseits trat im Zuge der Umweltschutzgesetzgebung auch die Lärmschutzverordnung in Kraft. Zudem wurde der Kanton Thurgau als Pilotkanton für den Aufbau einer Strassendatenbank «STRADA» gewählt. Dem jungen Bauingenieur wurde als Ressortleiter Verkehrslärm/Informatik und stellvertretendem Abteilungsleiter die Umsetzung der Lärmschutzverordnung des Bundes und die Projektleitung «STRADA» übertragen. Nach elfjähriger Tätigkeit erfolgte der Wechsel zum Frauenfelder Ingenieurbüro Widmer, wo ihm insbesondere Aufgaben im Bereich der Verkehrsplanung, der Erstellung von Umweltverträglichkeitsberichten und des Lärmschutzes übertragen wurden, dies auch im benachbarten Ausland. Zu seinem Tätigkeitsbereich gehörten auch die Mitarbeit bei der Planung für die Busbetriebe im Hinterthurgau und des Stadtbusses in Kreuzlingen. Ein grosses Projekt des damaligen Frauenfelder Büros beinhaltete auch den Umweltverträglichkeitsbericht über die N7 von Pfyn bis Kreuzlingen. Im Jahr 2005 verliess Marco Vidale das Ingenieurbüro und übernahm die Aufgabe des Geschäftsführers bei der Verkehrssicherheit Thurgau AG, zu dessen Realisierung er einen grossen Teil beitrug und dem er bis zu seiner Pensionierung treu blieb.

Schon als Knabe vom Auto fasziniert

«Mein Onkel besass ein Auto und mit ihm durfte ich als kleiner Knabe zusammen mit meinen Eltern jeweils ausfahren», erinnert sich der scheidende Präsident. Er besass damals eine Sammlung von gegen hundert verschiedener Dinky Toys Modellautos der unterschiedlichsten Marken. 18-jährig begann er mit dem Autofahren lernen und am 7. April 1972 bestand er noch nicht ganz 19-jährig die Führerprüfung. Sein erstes Auto war ein Renault 10, später folgte ein Ford Escort und ein roter Alfa Romeo. Durch einen Freund, der wie er in Müllheim wohnte und mit ihm Zivilschutz-Dienst leistete, fand er den Zugang zur TCS Sektion Thurgau und wurde 1989 als Umweltbeauftragter in den damaligen Kantonalvorstand gewählt. Mit der Wahl seines Vorgängers, Reinhold Nussmüller, wählte der Kantonalvorstand Marco Vidale zum Vizepräsidenten und gleichzeitig übernahm er auch das Präsidium der Verkehrskommission. 2006 wählte man ihn zum Sektionspräsidenten. Und welches waren die wichtigsten Meilensteine während seines 35-jährigen Wirkens bei der TCS Sektion Thurgau? An die zweitägige Delegiertenversammlung des Zentralclubs in Arbon aus Anlass des 75-Jahr-Jubiläums der Sektion Thurgau und an die verschiedenen besonderen Anlässe der Thurgauer Sektion denkt er gerne und mit Freude zurück. Beim TCS Zentralclub gehörte er, schon vor seiner Wahl zum Präsidenten, dem damaligen Sektionsrat an und präsidierte dort unter anderem die Arbeitsgruppe «Zukunft». Später nahm er Einsatz im Verwaltungsrat, dem er bis zur Delegiertenversammlung des Zentralclubs vom Juni 2024 noch angehören wird.

Prävention für die Verkehrssicherheit

Am häufigsten und mit Vorliebe benützt Marco Vidale als Verkehrsmittel sein Auto, doch er ist auch offen für andere Verkehrsmittel: «Grundsätzlich benütze ich mit Blick auf meine Vorhaben das entsprechende Verkehrsmittel und an die Sitzungen nach Bern nehme ich meistens den Zug, auch er hat seine Berechtigung.» Und welches ist für ihn das Erfolgsrezept der steigenden Mitgliederzahlen beim TCS? «Der Zentralclub bemüht sich, neben dem Pannendienst seine Mitglieder auch mit weiteren Dienstleistungen wie dem ETI-Schutzbrief, Autoversicherung, Rechtsschutzversicherung, TCS Home und weiteres bei der Stange zu halten.» Er erachtet es als wichtige Aufgabe, dass sich ein Mobilitätsclub von einem reinen Autoclub abhebt, alle Verkehrsmittel miteinbezieht und nicht gegeneinander ausspielt. Deshalb sei es wichtig, sich auch für die Belange des öffentlichen Verkehrs und des Velos zu engagieren. Die Prävention hinsichtlich der Verkehrssicherheit in den Sektionen, die Information des Kursangebots für alle Alterskategorien sieht er zusammen mit dem Bemühen für die Infrastruktur, wie beispielsweise die BTS oder auch für die Radwege, als wichtigste Aufgabe, wie auch die Einflussnahme auf die Gesetzgebung. «Mit Blick auf diese Punkte hat der TCS in den Sektionen und auf nationaler Ebene nach wie vor eine grosse Bedeutung», davon ist der scheidende Präsident überzeugt. Und mit welchen Argumenten würde er junge Menschen für eine Mitgliedschaft beim TCS überzeugen? «Es gilt die verschiedenen Dienstleistungen, wie ETI, günstige Autoversicherungen, die Vergünstigungen in den verschiedensten Bereichen, insbesondere das grossen Kursangebot zu nutzen.» Und seine Zukunftswünsche für den TCS: «Ein weiterhin grosses Angebot an die Adresse der Mitglieder in den verschiedensten Bereichen, auf der Kontaktstelle und bei den Kursen im Rahmen der Verkehrssicherheit.»  

Text und Foto: Werner Lenzin

Beitrag teilen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dein Beitrag auf WYFELDER
Hast du eine Nachricht für den Wyfelder? Einen Hinweis auf ein Ereignis? Oder möchtest du uns einfach eine Anregung senden? Nutze dieses Formular oder sende eine E-Mail an news@wyfelder.ch.

Nach oben scrollen