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Floorball Thurgau fehlt noch ein Sieg zum Einzug in den Halbfinal

Yannic Fitzi drückte dem Spiel seinen Stempel auf

Floorball Thurgau bezwingt in einem intensiven Spiel den HC Rychenberg in der ausverkauften Paul Reinharthalle vor über 750 Zuschauern mit 5:4(0:0,1:1;3:3;1:0)n.V. Der Trainerwechsel führte zwar zu einer komplett anderen Ausrichtung der Gäste aus Winterthur, wurde jedoch nicht mit einem Sieg belohnt. Den Thurgauern fehlt noch ein Sieg zum sensationellen Einzug in den Halbfinal.

Zum ersten Mal gelang es den Gästen aus Winterthur das Startdrittel ohne Gegentor zu überstehen. Dies verdankten sie einer vom neuen Coachingduo verpassten defensiven Spielweise, welche den spielfreudigen Gäste offensichtlich vermittelt wurde. Oft mit vier Personen hinter dem Ball, keine Auslösungen, die Gefahr in die gegnerische Zone brachten, sobald ein Quäntchen Risiko hätte eingegangen werden müssen. Die zahlreichen Ersatzspieler bejubelten jeden Block, mit welchem die Thurgauer Abschlüsse verhindert wurden. Es entwickelte sich dadurch das für die Zuschauer bisher langweiligste Spiel, weil es sehr taktisch geprägt war. Nach dem torlosen ersten Drittel waren es die Thurgauer, welche in Überzahl in Führung gehen konnten. Diese hielt nicht lange, die Gelbroten glichen umgehend aus. Es kam noch bitterer für die Thurgauer: kurz vor Ende des zweiten Drittels gingen der HCR zum ersten Mal in Führung, dazu erhielt Floorball Thurgau noch eine kleine Bankstrafe aufgebrummt. Manch einer in der Halle hatte die effizienten Powerplay der Gäste noch in Erinnerung. Als dann der Ball praktisch mit der Schlussirene hinter dem Gästegoalie im Netz zappelte, konnten sich die Thurgauer Fans kaum noch halten. 

Der untenschiedene Spielstand hielt im letzten Drittel der regulären Spielzeit nicht lange. Die beiden Winterthurer Ausnahmekönner Lindgjerdet und Nilsson zauberten sich zweimal durch die Thurgauer Abwehrstangen und schlossen eiskalt zur 4:2 Führung ab. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Winterthurer hervorragend Führungen herunterspielen können und sie stellten sich in der Paul Reinharthalle auch so an, als ob sie kein Interesse daran hatten noch Gegentore zu erhalten. Verzögernde Aktionen, Ballbesitz beim eigenen Tor und weitere defensiv dominierende Aktionen gehörten in dieser Spielphase zu den stärksten Waffen der Eulachstädter. Die «Violas» – wie Reto Held die Thurgauer liebevoll genannt hat- gaben aber nicht auf und versenkten den Ball in der regulären Spielzeit noch zweimal im Tor der Winterthurer, so dass die Verlängerung über Sieg oder Niederlage entscheiden musste. Floorball Thurgau spielte in der Verlängerung das Momentum aus und bezwang die Gäste nach wenigen Minuten mit dem entscheidenden 5:4 Siegtreffer. Jubelstürme brachen in der ausverkauften Paul Reinharthalle aus. Da die jungen Thurgauer, die sich in den Armen lagen, dort die konsternierten Rychenberger, die die Welt nicht mehr verstanden. Jukka Ruotsalainen meint nach dem Spiel:» Die Spieler hatten heute im letzten Drittel viel Geduld, nachdemder HCR in Führung ging. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir uns zu 100% auf die Erholung konzentrieren und Wege finden, unser Spiel für Samstag zu entwickeln. Danke für dietolle Unterstützung von unseren Fans, hoffentlich ist die Axaarena am Samstag lila!»

Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag um 17.00 Uhr in Winterthur statt. Fans sind herzlich willkommen. Die Mostkurve in Winterthur wird violett sein.

Floorball Thurgau – HC Rychenberg Winterthur 5:4 n.V. (0:0, 2:2, 2:2, 1:0)
Paul Reinhart Halle, Weinfelden. 740 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 23. S. Fitzi (N. Graf) 1:0. 27. N. Bischofberger (L. Conrad) 1:1. 39. L. Conrad (N. Püntener) 1:2. 40. N. Graf (Y. Fitzi) 2:2. 45. M. Lindgjerdet (J. Nilsson) 2:3. 48. M. Lindgjerdet (J. Nilsson) 2:4. 49. R. Zenger (F. Fehr) 3:4. 56. Y. Fitzi (R. Zenger) 4:4. 61. R. Zenger (Y. Fitzi) 5:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau. 3mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.

ZVG

Foto: Silvan Hänsch

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