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Energiestadt: Weinfelden will zu den besten der Schweiz gehören

Die grösste PV-Anlage im Kanton Thurgau auf dem Dach des Lidl-Warenverteilzentrums in Weinfelden.

Die grösste PV-Anlage im Kanton Thurgau auf dem Dach des Lidl-Warenverteilzentrums in Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Seit 2020 darf Weinfelden das Label «Energiestadt GOLD» tragen, da sie in besonderem Masse Energie- und Klimavorgaben erfüllt. Vier Jahre später steht nun die nächste Label-Beurteilung an. Die Aussichten auf Erfolg stehen gut, sofern sich Weinfelden zum Netto-Null-Ziel 2050 des Bundes bekennt. Nun hat der Stadtrat den Weg dafür geebnet.

Die Stadt Weinfelden setzt auf nachhaltige Energiequellen und nimmt Rücksicht auf Umwelt und Natur. Zum einen widerspiegelt sich das in den Legislaturzielen, zum anderen bestätigt der Trägerverein «Energiestadt» dieses Bestreben mit der Verleihung ihres Labels als Energiestadt. Ein Label, das Städte oder Gemeinden auszeichnet, die überdurchschnittliche Anstrengungen im Bereich ihrer kommunalen Energie- und Klimapolitik unternommen haben. Das Label erhält, wer mehr als 50% ihrer Handlungsspielräume umgesetzt hat. Dazu gehören zum Beispiel alternative Energien. Mit dem aktuellen Ausbau des Fernwärmenetz in Weinfelden, das künftig Erdgas ersetzen wird, kann Weinfelden punkten. Städte, die in der Gesamtwertung gar 75% oder mehr erreichen, werden zu Trägern des GOLD-Labels. Diese Marke konnte Weinfelden bereits im Jahr 2020 knacken und soll nun an der diesjährigen Neubeurteilung wieder erreicht werden. Allerdings gilt es unterdessen zusätzliche Voraussetzungen zu erfüllen – unter anderem das Bekenntnis der Stadt zum CO₂-Ziel «Netto-Null 2050» des Bundes. Dafür hat der Stadtrat nun wegweisende Beschlüsse behandelt.

Netto-Null bis 2050 – Stadtrat sagt Ja
Zum einen hat der Stadtrat beschlossen, das GOLD-Label wieder erreichen zu wollen. Zum anderen wurde die Revision der Energie- und Klimastrategie 2024 abgesegnet. Diese ist nötig, damit das Re-Audit für das GOLD-Label überhaupt gelingt, da sich die Anforderungen für die Label-Vergabe verändert haben. Denn neu braucht es das Bekenntnis, übergeordnete Vorgaben von Bund und Kanton zu unterstützen – insbesondere das Netto-Null-Ziel 2050. Das bedeutet, Weinfelden muss, wie der Bund auch, die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen in ihrer Gemeinde bis 2050 auf netto null anstreben. Mit der Zustimmung zur Revision legt der Stadtrat den Grundstein. Sollte das Re-Audit im Sommer dieses Jahres erfolgreich sein, gehört Weinfelden zu den besten Schweizer Städten punkto Energie- und Klimapolitik.

Vorbildcharakter für die Region
«Als Stadt übernehmen wir Verantwortung für unsere Umwelt», sagt Stadtrat Martin Brenner. «Dieses Label macht unsere Bestrebungen in Sachen Energie- und Klimapolitik sichtbar.» Das Label sei aber nicht alleiniger Verdienst der Stadt. Die Energiekommission leiste seit Jahren eine wichtige Arbeit. Ausserdem tragen auch andere bedeutend zur Erreichung der Ziele bei: Schulen, Firmen, Organisationen und Privatpersonen. «Gemeinsam wollen noch weiter vorangehen und Vorbild sein für die Region», sagt Brenner. Die Stadt fördert insbesondere die Senkung der Energieverbräuche und der CO2– Emissionen sowie die nachhaltige Produktion erneuerbarer Energien. Projekte setzt sie möglichst klimafreundlich um. Im Bereich Minergie wurde Weinfelden bereits zwei Mal zum Schweizermeister gekürt.

Stadt Weinfelden

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