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Die Wurzeln des Autokantons

Autobauer Adolf von Martini und seine Gattin im Jahr 1898

Autobauer Adolf von Martini und seine Gattin im Jahr 1898.

Ob in Frauenfeld, Steckborn oder Arbon – im Thurgau brummte die Motorenproduktion früh und laut. Für internationale Furore sorgten die Karossen aus dem Hause Martini. Am Museumshäppli des Historischen Museums Thurgau am Donnerstag, 27. April 2023, geht Kurator Dominik Streiff den verheissungsvollen Anfängen des Autolands Thurgau auf die Spur.

Es waren wilde Jahre rund um 1900. Das aufstrebende Bürgertum tummelte sich auf den Weltbühnen zwischen New York, London, Berlin und Paris und stellte mit grossem Konkurrenzbewusstsein seinen Luxus zur Schau. Ein beliebter Tummelplatz war auch die Tourismusdestination Schweiz, deren ländliche Bevölkerung dem Lieblingsspielzeug der Schönen und Reichen allerdings argwöhnisch gegenüberstand: In den Alpen war das Automobil ein schillerndes Feindbild.

Ein Herz für Motoren

Ganz anders im Kanton Thurgau, dort eiferten gleich drei Autobauer um die Wette, Autofahrer wurden hier mehr bestaunt als bekämpft. Frauenfeld avancierte in der Frühzeit des motorisierten Individualverkehrs zum Ausgangspunkt der erfolgreichsten Autoproduktionsfirma der Schweiz. In den Jahren 1897 bis 1934 produzierte die Firma Martini & Co. rund 3500 Fahrzeuge. Bis heute gehört der Thurgau denn auch zu den Schweizer Kantonen mit dem höchsten Motorisierungsgrad. Ebenso wie vor hundert Jahren ist hier die aktuelle Autofeindlichkeit weniger verbreitet als in den urbanen Zentren des Landes.

In seinem Mittagsreferat über den Autokanton Thurgau und seine Wurzeln stellt Dominik Streiff, Kurator am Historischen Museum Thurgau, aufschlussreiche und unterhaltsame Bezüge her. Die Veranstaltung im Schloss Frauenfeld um 12.30 ist kostenlos, um eine Anmeldung wird gebeten.

tg.ch

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