logo wyfelder web

Bitte lächeln. Wie der Thurgau sich inszeniert

Bitte laecheln Wie sich der Thurgau inszeniert

Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, aufgespritzte Gesichter und stylische Outfits: Wer ein Kopf sein will, muss sich inszenieren. An der öffentlichen Führung vom Mittwoch, 25. August 2021 beleuchtet Kulturvermittlerin Barbara Stucki im Alten Zeughaus Frauenfeld die Entwicklung der Selbstinszenierung im Thurgau – von der Kantonsgründung 1803 bis heute.

Von «Zero to Hero», vom Nobody zum Superstar, scheint heute so leicht greifbar wie nie zuvor. Dank Social Media kann es auch dem Ottonormalverbraucher gelingen, mit seinem «Content» einen Funken in der digitalen Scheinwelt zu zünden. Das war nicht immer so. Während privilegierte Kreise einst Gemälde und Skulpturen von sich anfertigen liessen, profitierte ab 1900 die breite Bevölkerung vom Aufkommen der Massenmedien für ihre Selbstdarstellung. Der Wandel setzte mit der Erfindung der Fotografie ein. Vorangetrieben wurde er durch das Fernsehen, heute befeuern ihn Internet und Social Media.

Gut inszeniert ist halb gewonnen

Selbstinszenierung findet jedoch nicht nur in den Medien, sondern auch im Alltag statt. Denn wie eine Person sich im gewöhnlichen Leben gibt und was sie trägt, wirkt sich auf ihre Ausstrahlung und die Wahrnehmung durch ihr Umfeld aus. An der Führung präsentiert Barbara Stucki charismatische Persönlichkeiten, die im Thurgau zum Kopf geworden sind – darunter die Fairtrade-Aktivistin Ursula Brunner oder der Reiseblogger Elias Haffter – und ergründet, welche Fähigkeiten sie sich angeeignet und wie sie diese im öffentlichen Raum für ihre Sache genutzt haben.

Die Veranstaltung findet im Rahmenprogramm der Ausstellung «Thurgauer Köpfe – Tot oder lebendig» im Alten Zeughaus Frauenfeld statt, startet um 18 Uhr und ist kostenlos. Maskenpflicht für Personen ab 12 Jahren, beschränkte Teilnehmerzahl, Anmeldung über Museumswebsite erforderlich: historisches-museum.tg.ch

Quelle: tg.ch

Beitrag teilen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dein Beitrag auf WYFELDER
Hast du eine Nachricht für den Wyfelder? Einen Hinweis auf ein Ereignis? Oder möchtest du uns einfach eine Anregung senden? Nutze dieses Formular oder sende eine E-Mail an news@wyfelder.ch.

Nach oben scrollen