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2023: Unfallzahlen auf Thurgauer Gewässern gesunken

Polizeitaucher bergen in Mammern ein gesunkenes Schiff.

Die Seepolizei der Kantonspolizei hat ein eher ruhiges Jahr hinter sich. Bei 21 Unfällen verloren vier Personen ihr Leben, zwei wurden verletzt.

Die Gesamtzahl der registrierten Unfälle auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und Hochrheins sowie den restlichen Thurgauer Gewässern hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 21 reduziert (2022: 25 Unfälle). Diese Zahl liegt leicht unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Wassersportsaison 2023 verlief für die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau ruhig. Dies kann auch auf die mehrheitlich guten Wetterverhältnisse und das Ausbleiben starker Sturmereignisse zurückgeführt werden.

Im Jahr 2023 kamen im Thurgauer Zuständigkeitsbereich vier Personen ums Leben, zwei wurden verletzt. Drei Personen verstarben bei Unfällen, in einem Todesfall muss von einem Suizid ausgegangen werden. Es wurden keine Tauchunfälle registriert.

Die Seepolizei und die SLRG Arbon mussten 2023 zu zwölf Einsätzen im Sturmwarndienst (2021: 16) ausrücken. Die Zahl der verzeichneten Seenotfälle sank auf 117 (124), dabei konnten 168 (164) Personen gerettet werden, die das Ufer nicht mehr aus eigener Kraft erreicht hätten. Die Zahl der geborgenen Boote ist mit 87 gegenüber dem Vorjahr praktisch gleichgeblieben (86).

Die seit einigen Jahren speziell für die Hochrheinstrecke geführte Präventionskampagne „Ufm Rhy“ wurde in Zusammenarbeit mit der Schaffhauser Polizei und der Wasserschutzpolizei Baden-Württemberg weitergeführt. Diese macht die Rheinbenutzerinnen und -benutzer auf verschiedenen Kanälen mit witzigen und auffälligen Botschaften auf die Gefahren wie Wiffen, Kursschiffe oder Brückenpfeiler aufmerksam und gibt Sicherheitstipps.

Die Starkwind- und Sturmwarnungen, ausgelöst durch die Meteo Schweiz in Kloten und den Deutschen Wetterdienst in Stuttgart, lagen mit 518 deutlich höher als im Vorjahr und auch höher als der langjährige Durchschnitt. Weil die schweren Sturmereignisse den Thurgauer Teil des Bodensees weitgehend verschont haben, hat sich das im Gegensatz zu anderen Gebieten nicht auf die Unfallzahlen ausgewirkt.

Die bereits in den Vorjahren stetig gesunkenen Zahlen der Vermögensdelikte bewegten sich auch 2023 auf tiefem Niveau. Im vergangenen Jahr wurden sechs Diebstähle von Aussenbordmotoren gemeldet (2022: 0). Dieses tiefe Niveau bei den Vermögensdelikten dürfte auf die vermehrte Polizeipräsenz in Hafengeländen und auf Trockenplätzen sowie auf die national und international koordinierten Fahndungsmassnahmen im Bereich der Bootskriminalität zurückführen zu sein.

Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden 2022 zu 15 Einsätzen aufgeboten, knapp doppelt so viele wie im Vorjahr. Zusätzlich halfen die Thurgauer Taucher bei fünf Einsätzen in anderen Kantonen.

Der Wasserspiegel des Bodensees bewegte sich während grossen Teilen des vergangenen Jahres auf einem sehr tiefen Niveau. Im Dezember erreichte der Pegel des Bodensees für diese Jahreszeit hingegen einen Rekordhöchststand.

Gesamter See: Unfallzahl fast verdoppelt

Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2023 249 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 116 Ereignissen. Diese forderten 33 Verletzte (2022: 27) und elf Tote (11). Im vergangenen Jahr mussten 629 Personen aus Seenot gerettet werden (439). Die Schadenssumme aller Unfälle beläuft sich auf rund 828’000 Euro (2022: 612’000 Euro).

kapo.tg.ch

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