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2022: Unfallzahlen auf Thurgauer Gewässern gesunken

Juni 2022 Brand Romanshorn 01

Beim Brand von zwei Motorbooten im Juni in Romanshorn wurden zwei Personen verletzt. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Die Seepolizei der Kantonspolizei hat ein eher ruhiges Jahr hinter sich. Bei 25 Unfällen verloren sechs Personen ihr Leben, drei wurden verletzt.

Die Gesamtzahl der registrierten Unfälle auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und Hoch-rheins sowie den restlichen Thurgauer Gewässern hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 25 reduziert (2021: 33 Unfälle). Diese Zahl liegt im Bereich des langjährigen Durchschnitts. Die Wassersportsaison 2022 verlief für die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau unterdurchschnittlich ruhig. Dies kann auch auf die mehrheitlich guten Wetterverhältnisse und das Ausbleiben starker Sturmereignisse zurückgeführt werden.

Im Jahr 2022 kamen im Thurgauer Zuständigkeitsbereich sechs Personen ums Leben, drei wurden verletzt. Drei Personen verstarben bei Badeunfällen, eine Person beim Sturz in einen Bach, bei zwei Todesfällen sind die Hintergründe unklar. Es wurden keine Tauchunfälle registriert.

Die Seepolizei und die SLRG Arbon mussten 2022 zu 16 Einsätzen im Sturmwarndienst (2021: 18) ausrücken. Die Zahl der verzeichneten Seenotfälle sank auf 124 (135), dabei konnten 164 (180) Personen gerettet werden, die das Ufer nicht mehr aus eigener Kraft erreicht hätten. Die 86 geborgenen Boote bedeuten eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr (107).

Der Wasserstand des Bodensees bewegte sich fast über das ganze Jahr unter den langjährigen Mittelwasserständen. Die Grossschifffahrt auf der Hochrheinstrecke musste zeitweise aufgrund des tiefen Wasserstandes eingestellt werden. Die seit einigen Jahren speziell für die Hochrheinstrecke geführte Präventionskampagne «Ufm Rhy» wurde in Zusammenarbeit mit der Schaffhauser Polizei und der Wasserschutzpolizei Baden-Württemberg weitergeführt. Diese macht die Rheinbenutzerinnen und -benutzer auf verschiedenen Kanälen mit witzigen und auffälligen Botschaften auf die Gefahren wie Wiffen, Kursschiffe oder Brückenpfeiler aufmerksam und gibt Sicherheitstipps.

Im Mai konnten bei Warth-Weinigen fünf Personen erfolgreich gerettet und ans Ufer gebracht werden. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Die Starkwind- und Sturmwarnungen, ausgelöst durch die Meteo Schweiz in Kloten und den Deutschen Wetterdienst in Stuttgart, lagen mit 292 deutlich tiefer als im Vorjahr und auch tiefer als der langjährige Durchschnitt.

Die bereits in den Vorjahren stetig gesunkenen Zahlen der Vermögensdelikte bewegten sich auch 2022 auf erfreulich tiefem Niveau. Im vergangenen Jahr wurden keine Schiffsmotoren als gestohlen gemeldet. Dieses tiefe Niveau bei den Vermögensdelikten dürfte auf die vermehrte Polizeipräsenz in Hafengeländen und auf Trockenplätzen sowie auf die national und international koordinierten Fahndungsmassnahmen im Bereich der Bootskriminalität zurückführen zu sein.

Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden 2022 zu acht Einsätzen aufgeboten. Das ist eine massive Abnahme zum Vorjahr (19).

Der Bodenseepegel bewegte sich während grossen Teilen des vergangenen Jahres auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Im August erreicht der Pegelstand des Bodensees beinahe einen Rekordtiefststand.

Gesamter See: Weniger Unfälle

Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2022 133 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme von 40 Ereignissen. Diese forderten 27 Verletzte (2021: 33) und elf Tote (15).

Im vergangenen Jahr mussten 493 Personen aus Seenot gerettet werden (468). Die Schadenssumme aller Unfälle beläuft sich auf rund 612’000 Euro, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme um ca. 35% entspricht (937’000 Euro).

tg.ch

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